Webseiten setzen immer stärker auf Video – egal ob für Produktdemos, Erklärclips, Testimonials oder Eventstreams. Und damit wird auch die technische Frage immer wichtiger: Wie binde ich Videos am besten ein? Nutze ich direkt eine MP4-Datei? Oder setze ich auf modernes Streaming mit HLS?
In diesem Artikel erfährst du:
Also let´s go!
Wenn du ein Video auf deiner Website anzeigen willst, hast du erstmal viele Möglichkeiten:
Die Technik dahinter ist entscheidend. Denn:
Die Wahl ist keine kleine und hat große Auswirkungen auf ...
MP4 ist ein sogenanntes Containerformat. Es kann Video, Audio, Untertitel und Metadaten zusammenfassen – und ist auf nahezu allen Geräten abspielbar. Beim Einbinden auf der Website kommt es meist in Kombination mit dem HTML5-<video>-Tag zum Einsatz.
Ergo ... es ist halt ein Video.
Vorteile:
Nachteile:
Probleme macht hier oft der Webserver auf dem ihr die Video-Dateien ablegt:
"Ein einzelner HD- oder 4K-Stream kann schnell mehrere Megabits pro Sekunde benötigen. Greifen viele Nutzer gleichzeitig auf die Videos zu, vervielfacht sich dieser Bedarf. Herkömmliche Webhosting-Tarife sind dafür in der Regel nicht ausgelegt - sie bieten zwar oft „unlimitierten Traffic“, in der Praxis gibt es aber technische oder vertragliche Grenzen, primär bei der konstanten Datenübertragung." - Marco Keul, Hosttest.de
„HTTP Live Streaming (HLS) is an HTTP-based adaptive bitrate streaming communications protocol implemented by Apple Inc. It allows streaming of audio and video content over the internet.“ – Wikipedia: HTTP Live Streaming
HLS steht für HTTP Live Streaming – ein Streaming-Standard, der ursprünglich von Apple entwickelt wurde. Anders als bei MP4 wird das Video in viele kleine Segmente unterteilt und in verschiedenen Qualitätsstufen gespeichert. Der Videoplayer entscheidet beim Abspielen dynamisch, welche Qualität ideal zur aktuellen Verbindung passt.
„Support for the protocol is widespread in media players, web browsers, mobile devices … it is the most popular streaming format.“ – Wikipedia
Besseres Nutzererlebnis
Dank Segmentierung und adaptiver Bitrate startet das Video schneller und läuft flüssiger – auch bei schwankender Verbindung.
„HLS: Segmented video is played in sections. Therefore, the launch occurs almost without freezes.“ – https://callaba.io/why-is-hls-better-than-mp4Movavi
Optimierte Qualität auf jedem Gerät
HLS bzw. die Streaming Server erkennen automatisch, ob jemand mit einem alten Smartphone oder einem Highend-Rechner schaut – und liefert die passende Version aus.
Skalierbarkeit ohne Kompromisse
Auch bei vielen gleichzeitigen Aufrufen bleibt HLS stabil, weil nur kleine Segmente übertragen werden – nicht das ganze File auf einmal.
Kompatibilität im Web
HLS funktioniert über HTTP/HTTPS, läuft durch Firewalls und ist Standard bei Apple-Geräten – das ist bei MPEG-DASH nicht der Fall.
Ja ... es ist einfach deutlich mehr Aufwand. Ihr erstellt nicht nur eine Datei sondern.
Technischer Aufwand
Man braucht Tools zum Transcodieren, Segmentieren, Manifest-Erstellen – und passende Player zur Wiedergabe.
Infrastruktur
Es reicht nicht, einfach eine Datei hochzuladen. Du brauchst ein Hosting-Setup, das Segmentierung und Streaming unterstützt.
Auch wenn MP4 einfacher aussieht: Für moderne Websites ist HLS fast immer die klügere Lösung – und zwar aus gutem Grund. Das wiederholt sich jetzt etwas von oben ...
Anders als bei MP4 wird das Video stückweise gestreamt – das reduziert Ladezeiten, vermeidet Buffering und ermöglicht es dem Player, flexibel zu reagieren. Besonders auf mobilen Geräten oder bei schlechter Verbindung ist das ein Gamechanger. (Siehe Grafik oben)
HLS überträgt nur das, was wirklich gesehen wird – statt das ganze Video runterzuladen. Das schont Bandbreite beim Server, beim Nutzer und spart auf Dauer bares Geld.
Wenn plötzlich viele Nutzer gleichzeitig auf dein Video klicken (z. B. nach einem Newsletter oder Launch), bricht bei MP4-Downloads schnell der Server ein. HLS kann durch Caching und CDNs deutlich besser skaliert werden.
"Klassische Webhosting-Angebote sind in erster Linie für Webseiten mit Text und Bildern ausgelegt - also für vergleichsweise kleine Dateien und weniger datenintensive Zugriffe. Sollen größere Videodateien auf den Webspace hochgeladen werden, kommt es schnell zu Problemen: entweder bei der Performance, den Ladezeiten oder durch technische Einschränkungen wie Traffic-Drosselung oder fehlende Unterstützung für adaptive Streaming-Formate wie HLS." - Marco Keul - Hosttest.de
Immer mehr Browser und Plattformen erwarten ein adaptives Streaming-Format. MP4 allein wirkt da oft wie ein Rückschritt. HLS ist inzwischen Marktstandard – und wird auch langfristig unterstützt.
Wenn du also mehr als ein einzelnes Video einbindest oder professionelle Ansprüche an die Darstellung hast, kommst du an HLS kaum vorbei.
Der Prozess wirkt auf den ersten Blick technisch – und das ist er auch. Aber keine Sorge, wir gehen hier pragmatisch Schritt für Schritt durch, was du brauchst, um ein funktionierendes HLS-Setup aufzubauen:
1. Videoquelle vorbereiten
Du brauchst dein Video im möglichst hochwertigen Ausgangsformat – z. B. als MP4, ProRes, MOV etc.
2. Transcoding-Tool finden
Das bekannteste Open-Source-Tool ist ffmpeg. Es kann Videos in mehrere Bitraten-Varianten konvertieren und auch gleich segmentieren.
3. Bitraten-Varianten erzeugen
Du legst z. B. fest: 360p, 720p und 1080p. Je nach Zielgruppe können es auch mehr sein.
4. Segmentierung & Manifest erstellen
Das Tool erzeugt viele kleine .ts-Dateien (oder fMP4) und eine .m3u8-Datei – das ist deine „Playlist“, die der Player zum Streamen braucht.
5. Hosting einrichten
Du brauchst ein Setup (z. B. Webserver oder CDN), das diese Dateien zuverlässig ausliefert – inklusive CORS-Header, korrektem MIME-Type und ggf. HTTPS.
Fazit: uff.
Kein Wunder, gibt es professionelle Anbieter für Video-Hosting die so etwas machen.
Aber: Der Aufwand lohnt sich. HLS bringt dir deutlich bessere Videoqualität, Skalierbarkeit und Performance – vor allem, wenn du mehr als ein Video auf deiner Seite haben willst.
Okay, dann einfach YouTube auf die Seite packen. Die machen das. Die sind Profis. Stimmt. Hier gibt es aber viele DSGVO Fallstricke die wir in diesem Beitrag aufgreifen.
Bei Ignite brauchst du dich nicht mit Transcoding, Segmentierung oder Manifest-Dateien herumschlagen. Du lädst dein Video hoch – wir übernehmen den Rest:
Und wir machen das mit Liebe zum Detail. Unsere Transcoding-Pipeline ist optimiert auf Performance und Kompatibilität. Kein Overhead, keine versteckten Einschränkungen – nur modernes Video-Hosting mit Fokus auf Qualität und Einfachheit.
MP4 wirkt einfach – ist aber technisch limitiert. HLS ist moderner, skalierbarer und besser für die Anforderungen heutiger Webseiten geeignet. Es erfordert allerdings einiges an Know-how und Infrastruktur.
Mit Ignite bekommst du all das – aber ohne den technischen Overhead. Du konzentrierst dich aufs Video. Wir kümmern uns um den Rest.
Damit Marken das volle Potenzial eures Videocontents ausschöpfen können, haben wir Video-Hosting Cookie- und Consent-frei gemacht. DSGVO-konform, gehostet in Deutschland & einfach zu integrieren. Made for Europe.
Nochmal als Zusammenfassung, was ohnehin schon oben steht ...
MP4 klingt erst mal einfacher: Du lädst eine Datei hoch und bindest sie direkt per HTML ein. Aber genau das wird schnell zum Problem – bei langsamen Verbindungen, vielen gleichzeitigen Zugriffen oder größeren Dateien.
HLS ist die deutlich modernere Lösung. Es passt sich automatisch an die Verbindung der Nutzer*innen an, startet schneller und skaliert auch bei hohem Traffic sauber. Für alle, die mehr als ein einzelnes Video auf ihrer Website zeigen wollen, ist HLS fast immer die bessere Wahl.
Mit Ignite musst du dich dabei um nichts kümmern – das gesamte HLS-Setup läuft automatisch im Hintergrund.
HLS steht für „HTTP Live Streaming“. Dabei wird ein Video nicht als eine einzige Datei geladen, sondern in kleine Segmente aufgeteilt. Der Videoplayer wählt je nach Internetverbindung automatisch die passende Qualität aus.
Das bedeutet: weniger Ladezeit, weniger Ruckler, bessere Qualität – auf jedem Gerät.
Weil sie für das Web gemacht sind. MP4-Dateien müssen vollständig geladen werden, laufen immer nur in einer festen Qualität – und sie bringen normale Webserver bei hoher Last schnell ans Limit.
HLS dagegen streamt nur das, was gerade gebraucht wird. Dadurch starten Videos schneller, passen sich an und überlasten die Infrastruktur nicht so schnell. Wer auf moderne Web-Experience setzt, kommt an HLS nicht vorbei.
Ja, aber es ist aufwendig. Du brauchst Tools wie ffmpeg, um verschiedene Qualitätsstufen zu erzeugen. Dazu musst du die Videos segmentieren, Playlists bauen und alles korrekt auf einem Webserver einrichten.
Deshalb setzen viele Unternehmen auf Anbieter wie Ignite: Du lädst ein Video hoch – und bekommst eine optimierte, sofort einbindbare Streaming-Version zurück.
MP4 ist ein Containerformat, das sich für einfache Videowiedergabe eignet. Es ist weit verbreitet und wird von fast allen Browsern unterstützt. Wenn du aber Wert auf Streaming-Qualität, Skalierbarkeit oder mobile Optimierung legst, stößt MP4 schnell an seine Grenzen.
In Kombination mit HLS kann MP4 weiterhin der Ausgangspunkt sein – aber als alleinige Lösung ist es für moderne Websites meist nicht mehr zeitgemäß.